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Vorbereitung

Aushub als Baustoff nutzen

Den Weg vom Baustellenaushub zum fertigen Lehmbaustoff planen und umsetzen — von der Probenahme über die Eignungsprüfung bis zur Aufbereitung. Österreich produziert jährlich 46 Mio. Tonnen Aushub, 90% davon nicht verunreinigt. Dieser Skill beschreibt, wie man dieses Material systematisch für den Lehmbau erschließt. Rechtlicher Hinweis: Aushub gilt in AT als Abfall nach AWG 2002 — Verwertung erfordert Beachtung der gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Material

  • Baustellenaushub (nicht verunreinigt, Qualität A1 oder besser)
  • Alternativ: Material von Bodenaushubdeponien (nach Absprache)
  • Probebehälter (Eimer, min. 2kg pro Probe)
  • Beschriftungsmaterial
  • Geologische Karten (eBod, IRIS der GeoSphere Austria)

Werkzeug

  • Schaufel / Spaten
  • GPS oder Smartphone (Standortdokumentation)
  • Kamera
  • Feldversuch-Ausrüstung (siehe Skills: Sensorische Schnelltests, Kugelfallprobe, Chemische Feldtests)
  • Lager- und Aufbereitungsfläche
  • Kontakt zu Prüfstelle (für Laborprüfungen bei Bedarf)

Ablauf

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    PHASE 1 — VORKOMMEN PRÜFEN: Geologisches Profil des Standorts über eBod (bodenkarte.at) oder IRIS (GeoSphere Austria) abrufen. Lehmvorkommen bestätigen. Historische Lehmbautradition der Region recherchieren

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    PHASE 2 — PROBENAHME PLANEN: Zeitrahmen und Tiefenraster festlegen (abhängig vom Bauvorhaben). Idealerweise Probenahme an Baugrunduntersuchung koppeln. Schürfe in Tiefenabständen von 50cm anlegen, Material ab 0,5m Tiefe entnehmen. Pro Probe mind. 2kg, Standort und Tiefe dokumentieren

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    PHASE 3 — AUSSCHLUSSKRITERIEN PRÜFEN: Feldversuche durchführen (siehe Skill: Baulehm erkennen & prüfen). Drei Ausschluss-Checks: (1) Organische Bestandteile — Riechversuch, (2) Salzgehalt — Ausblühungen nach Trocknung, (3) Kalkgehalt — Salzsäuretest. Bei Auffälligkeiten Laborprüfung beauftragen

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    PHASE 4 — EIGNUNGSPRÜFUNG: Bindekraftprüfung (Achterlingsprüfung) — Kohäsion der Tonminerale bewerten. Korngrößenverteilung bestimmen (Sieb-Schlämm-Analyse oder Sedimentationsversuch). Ergebnis: Klassifizierung des Baulehms nach Materialeigenschaften

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    PHASE 5 — VERWERTUNG PLANEN: Zwei Wege: (A) Planung nach Lehmbaustoff — konkretes Produkt festlegen, Material darauf anpassen. (B) Planung nach Baulehm — Bauweise an das vorhandene Material anpassen (materialgerecht). Aufbereitungsmethode wählen (siehe Skill: Lehm aufbereiten)

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    PHASE 6 — AUFBEREITUNG & VERARBEITUNG: Material zur Lager- und Aufbereitungsstätte transportieren. Aufbereiten (natürlich oder mechanisch). Zuschlagstoffe und Fasern nach Rezeptur beimischen. Probekörper herstellen und prüfen (Druckfestigkeit, Schwindmaß). Verarbeitung zum Lehmbaustoff

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    DOKUMENTATION: Gesamten Prozess dokumentieren — Herkunft, Proben, Prüfergebnisse, Aufbereitung, Rezeptur. Kritisch für Nachweisführung und Qualitätssicherung

Qualitätskriterien

  • Lückenlose Dokumentation von Herkunft bis Einbau
  • Ausschlusskriterien geprüft und bestanden (Organik, Salz, ggf. Kalk)
  • Korngrößenverteilung und Bindekraft bestimmt
  • Aufbereitungsmethode dokumentiert und zum Zielbautoff passend
  • Probekörper hergestellt und geprüft
  • Rechtliche Rahmenbedingungen beachtet (AWG, ggf. Abfallende-Verordnung)
  • Kosten- und Zeitaufwand realistisch kalkuliert (Erstuntersuchung nach DVO 2008: ~425€, ~3 Wochen)

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Markdown für Notizen, JSON für KI-Agenten und Maschinen-Code. CC-BY 4.0 — frei verwendbar mit Quellenangabe.

Tipp: JSON-Datei direkt einer KI geben — die kann dann den Skill ausführen, anpassen oder in andere Sprachen übersetzen.