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Vorbereitung

Lehm aufbereiten

Rohlehm — ob aus der Grube oder vom Aushub — in verarbeitungsfähiges Baumaterial transformieren. Die Aufbereitung umfasst natürliche, witterungsbedingte und mechanische Verfahren. Entscheidend ist die Homogenisierung und das Einstellen der gewünschten Korngrößenverteilung.

Material

  • Rohlehm (geprüft, ohne organische Bestandteile)
  • Wasser
  • Sand als Zuschlagstoff (optional, zum Abmagern)
  • Fasern: Stroh, Hanf, Flachs (optional)
  • Lagerfläche (mind. 2 x 2m pro m³ Lehm)

Werkzeug

  • Schaufel, Mistgabel
  • Sieb (Maschenweite je nach Produkt: 2mm–10mm)
  • Zwangsmischer oder Betonmischer (mechanisch)
  • Kollergang (für fette Lehme, aus der Ziegelindustrie)
  • Walzen zum Erdfeuchten Aufbereiten (optional)
  • Abdeckplanen (Witterungsschutz)

Ablauf

  1. 1

    Material aus B-Horizont entnehmen (ab 0,5m Tiefe, A-Horizont mit Humus abräumen)

  2. 2

    OPTION A — Natürliche Aufbereitung: Lehm auf Lagerfläche aufschichten, Wasser und Witterung einwirken lassen. Kein Energieeinsatz nötig, aber mehrere Wochen bis Monate Dauer

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    OPTION B — Auswintern: Erdfeuchten Lehm in ~1m hohen Wällen über Winter lagern. Frost-Tau-Wechsel sprengt Klumpen auf und homogenisiert das Material. Anschließend einfache Mischvorgänge

  4. 4

    OPTION C — Aussommern: Material wechselfeuchten Bedingungen aussetzen. Quell- und Schwindvorgänge lockern die Tonminerale. Besonders für tonhaltiges Material

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    OPTION D — Sumpfen (für fette Lehme): Lehm mehrere Tage in Wasser einweichen. Wassermoleküle dringen in Tonmineralschichten ein, Material dispergiert. Stark bindiger Lehm wird verarbeitbar

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    OPTION E — Mechanisch: Kollern (Walzen über Sieb — zerkleinert Klumpen, definiert max. Korngröße), Aufmischen (Zugabe von Wasser und Zuschlagstoffen im Zwangsmischer), oder Nassaufbereitung (Aufschlämmen für Putz-Lehm)

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    OPTION F — Trockenaufbereitung: Luftgetrockneten Lehm sieben oder mahlen (Kugelmühle, Walzenmühle). Erzeugt Korngrößen 0,5–4mm. Für Trockenprodukte und Tonmehl

  8. 8

    Mischung einstellen: Je nach Zielprodukt Sand, Fasern oder Wasser zugeben. Konsistenztest durchführen

  9. 9

    Fertige Mischung abdecken oder sofort verarbeiten — durchgetrockneter Lehm muss erneut eingeweicht werden

Qualitätskriterien

  • Homogene Durchmischung ohne Klumpen > 5mm
  • Keine organischen Rückstände (Wurzeln, Humus)
  • Korngrößenverteilung passend zum Zielprodukt (fein für Putz, grob für Stampflehm)
  • Plastizität im gewünschten Bereich (Knetprobe: 3mm-Würstchen ohne Riss)
  • Feuchtegehalt angepasst: erdfeuchter Lehm für Stampf, plastisch für Putz, flüssig für Schlämme
  • Dokumentation: Herkunft, Aufbereitungsmethode, Zuschläge, Mischungsverhältnis

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