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Qualität

Sensorische Schnelltests

Vier Handversuche in unter 5 Minuten — ohne jedes Werkzeug. Riechen, Reiben, Schneiden, Rollen. Diese Tests liefern eine erste Einschätzung ob ein Lehm grundsätzlich taugt und sind das verbreitetste Beurteilungsverfahren seit Jahrhunderten. Der Riechversuch ist ein Ausschlusskriterium: organische Bestandteile machen Material unbrauchbar.

Material

  • Erdfeuchte Lehmprobe (ab 0,5m Tiefe entnommen)
  • Wasser (zum Anfeuchten falls nötig)

Werkzeug

  • Messer oder Spachtel (für Schneideversuch)
  • Eigene Hände und Nase

Ablauf

  1. 1

    RIECHVERSUCH (Ausschlusstest): Erdfeuchten Lehm nah an die Nase halten und riechen. Modrig/faulig = organische Bestandteile vorhanden → AUSSCHLUSS, Material ist für Lehmbau ungeeignet. Erdig-neutral = unbedenklich. Optional: Probe leicht erwärmen verstärkt organische Gerüche

  2. 2

    REIBEVERSUCH: Eine Handvoll feuchten Lehm zwischen den Handflächen verreiben. Glatt und seifig = tonreich (fetter Lehm, hohe Bindekraft). Körnig und rau = sandreich (magerer Lehm, geringe Bindekraft). Wechselnde Textur = inhomogenes Material, muss aufbereitet werden

  3. 3

    SCHNEIDEVERSUCH: Einen Lehmklumpen (faustgroß) mit dem Messer durchschneiden. Glatte, glänzende Schnittfläche = fetter Lehm (viel Ton). Raue, matte Schnittfläche = magerer Lehm (viel Sand). Der Glanz entsteht durch die Tonminerale, die beim Schneiden orientiert werden

  4. 4

    KONSISTENZTEST (Ausrollgrenze): Lehm zwischen den Fingern zu einem Würstchen rollen. Ziel: 3mm Durchmesser erreichen ohne Rissbildung. Schafft es 3mm ohne Riss = gute Plastizität, hoher Tongehalt. Bricht bereits bei 5-6mm = geringerer Tongehalt. Lässt sich gar nicht rollen = sehr mager

  5. 5

    Ergebnis zusammenfassen: Lehm als 'fett', 'mittelfett', 'mager' oder 'sehr mager' einordnen. Bei Ausschluss (Geruch) sofort stoppen

Qualitätskriterien

  • Riechversuch bestanden (kein modriger/fauliger Geruch)
  • Alle 4 Tests durchgeführt und dokumentiert
  • Lehm in eine der Kategorien eingeordnet (fett/mittelfett/mager/sehr mager)
  • Achtung: Lösslehm kann bei Feldversuchen täuschen — sog. 'Täuschlehme' fühlen sich fetter an als sie sind

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