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Forschungsprojekt · 2021–2023 · abgeschlossen

Clay to stay

Wien, Österreich

Das Projekt Clay to stay untersuchte von Mai 2021 bis April 2023 die Erweiterung des Lehmeinsatzes im österreichischen Bauwesen durch Aufbau eines Prüfnetzwerks. Schwerpunkte waren Markterhebungen bei lehmbauenden KMU, hygrothermische Gebäudesimulationen, Messungen zur Schadstoff- und Feuchteaufnahme von Lehmplatten sowie die Bewertung regionaler Aushubmaterialien als Rohstoffquelle. Fehlendes Normen- und Regelwerk wurde von Praktikern als zentrales Hindernis identifiziert; das Folgeprojekt soll Grundlagen für eine Normierung und Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen legen.

Kernerkenntnis

Kontrollierte Laborversuche zeigten, dass Lehmplatten in drei Stunden 73 % der eingebrachten Feuchte aufnahmen (gegenüber 52 % bei Gipsplatten) und VOC-Konzentrationen noch sechs Wochen nach Exposition dauerhaft niedriger hielten. Zusätzlich ergab die Analyse österreichischer Bodenaushub-Proben einen Tonanteil von mindestens 50 %, was die Eignung als regionaler Rohstoff für Lehmputze bestätigt.

Projekt-Steckbrief

Träger
IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH
Förderung
FFG (AT)
Themen
Normung & Prüfung · Bauphysik · Ausbildung & Transfer
Konsortium
IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH (Lead) · KMU Forschung Austria (KMFA) · Bautechnisches Institut (BTI) · AEE INTEC – Institut für Nachhaltige Technologien · ARGE Lehmbau – BOKU Wien

Weitere Projekte dieses Trägers

Akteurs-Typ

Forschung

Quellen

  • Koordinate: Sitz der Lead-Organisation (IBO – Österreichisches Institut für Bauen und Ökologie GmbH)
  • https://www.ibo.at/en/research/reference-projects/data/clay-to-stay
  • https://www.ibo.at/wissensverbreitung/ibomagazin-online/ibo-magazin-artikel/data/clay-to-stay-lehmbau-gewinnt-an-aufmerksamkeit

Wiki-Quellen