Phasenraum
88 Probepunkte aus vier publizierten Messreihen, projiziert auf zwei Hauptachsen. PC1 ist die mager↔fett-Achse — sie trennt quellfähige von nicht-quellfähigen Tonmineralen und korreliert direkt mit der Bindekraft (53.9% Varianz). PC2 zeichnet die Verwitterungs-/Kaolinit-Achse (27.6%). Zusammen erklärt 81.5% der mineralogischen Variabilität ostösterreichischer Erdbaustoffe.
XRD-Tonmineralwerte haben methodisch ± 10–15 absolute Prozentpunkte Streuung zwischen Labors (DTTG-1998-Ringversuch, 15 Labors). Die Punkte unten sind Datenwerte aus den jeweiligen Messreihen, die Bandbreiten in der Region-Aggregation sind ehrlicher als die Einzelpunkte. Mixed-Layer-Minerale verbergen sich oft in den Klassen — siehe Forschungs-Tiefe / Ebene 3 auf der Verstehen-Seite.
Wo der Tegel herkommt
Wiener Aushubproben mit Geo-Koordinaten · andere Quellen folgen. Pins zeigen den Wiener Bezirks-Bezug und die Bautiefe — die genauen Adressen sind bewusst nicht öffentlich (Anonymität der Aushub-Quellen). Mineralogie pro Probe im Tooltip.
Alle vier Messreihen aus der BOKU-Ottner-Methodenkette (Schultz 1964 · Riedmüller 1978 · Moore-Reynolds 1989) — methodisch konsistent zwischen den Quellen. Personenzitate bewusst weggelassen — die Messreihen sind publiziert und referenzierbar; die Anonymisierung ist eine Höflichkeit gegenüber den Erst-Autorinnen während der Tool-Entwicklungsphase.
Smektit ↔ Vermikulit auf einem Kontinuum. Niedrig-geladener Smektit quillt stärker als hoch-geladener.
Verstehen / Modul 1.3.5 →Wechsellagerungen wie I-S, C-S — Hauptquelle der ±10–15 % Streuung zwischen Labors.
Verstehen / Modul 1.3.5 →Sechs Spezies, nicht eine. „Smektit“ in Tabellen meist = Montmorillonit.
Verstehen / Modul 1.3.5 →PCA-Loadings · Methodik-Detail (anklicken zum Ausklappen)
Hauptkomponenten-Analyse über vier Tonmineral-Variablen. PC1 mit stark positivem Loading auf Smektit+Vermikulit und negativem auf Illit/Chlorit ist die mager↔fett-Achse. PC2 mit Kaolinit-Hochlage ist die Verwitterungs-Achse — Tropen-Einfluss vs. Mitteleuropa-Löss.